F.C. Viktoria Heiden 1921 e.V.

Gerechte Punkteteilung mit Gemen

„Ich bin eher etwas unglücklich“, sagt Heidens Coach, bei dem wohl der letzte Eindruck seines Teams hängengeblieben war. Denn der war ein williger, ein starker. In der ersten Hälfte aber hatte Gemen das Sagen auf dem Kunstrasen, auf dem beide Teams jedoch nur eine allenfalls mittelprächtige spielerische Leistung zeigten. Ballstafetten über mehrere Stationen waren eine Seltenheit. Ebenso Torchancen. Beide Mannschaften arbeiteten sich nur zwei dicke. Jeweils eine saß. In der 32. Minute bugsierte Gemens Oliver Dings nach mustergültiger Vorarbeit von Jens Bietenbeck das Leder zur Gäste-Führung über die Linie. Bernd Oennings Tor zum Ausgleich eine Viertelstunde vor Schluss war eine Kopie dieses Tores. Diesmal hatte Heidens überragender Timo Gremme über links ganze Arbeit geleistet und vor den Kasten geflankt.

Knapp 300 Zuschauer wollten sich diesen Vergleich im unteren Tabellendrittel anschauen. Und sie erlebten eine erste Hälfte, in der sich Gemen Vorteile erarbeitete. Schnell überbrückte der Gast gegen wenig zupackende Heidener das Mittelfeld, nutzte die erste echte Möglichkeit zur Führung und hätte nur drei Minuten später schon für eine Vorentscheidung sorgen können. Da entschärfte Viktoria-Schlussmann Tobias Terlau spektakulär einen Kopfball von Ken Kirchhoff. Die Pausenführung hatte sich Gemen redlich verdient, weil es hinten nichts zuließ, mit viel Ballkontrolle agierte und mit Geschwindigkeit nach vorne preschte.

Benning findet die richtigen Worte

Nach dem Seitenwechsel aber änderten sich die Verhältnisse. Benning hatte in der Pause offensichtlich die richtigen Worte gefunden und wählte anschließend ein taktisches Mittel, das die Westfalia weitgehend in die eigene Hälfte drückte. Er reduzierte die Viererkette um einen Akteur, womit er nicht nur vorherige Löcher im Mittelfeld stopfte, sondern auch den Angriffsbemühungen der Viktoria auf die Sprünge half.

Und schon 98 Sekunden nach Wiederbeginn hätte Philipp Baumeister den Ausgleich erzielen müssen. Der gerade erst Eingewechselte brachte jedoch das Kunststück fertig und verpasste nach Gremme-Flanke mit seinem Geschoss aus vollem Lauf aus fünf Metern das Gehäuse von Gemens Schlussmann Philipp Hitpaß.

Gemen hatte die Spannung und auch den Faden verloren. Gremme tänzelte nach 55 Minuten durch den Westfalia-Strafraum. Sein Abschluss war jedoch eher harmlos. Hitpaß wurde aber nicht mehr wirklich gefordert, war beim Ausgleich machtlos. Aber auch Terlau im Heidener Kasten musste nicht mehr entscheidend eingreifen – bei einem Remis der gerechten Sorte.

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Wichtige Punkte in Coesfeld gesammelt

Einen ganz wichtigen dreifachen Punktgewinn im Hinblick auf den Klassenerhalt sicherte sich gestern Viktoria Heiden auf dem Kunstrasengeläuf bei Eintracht Coesfeld. Am Ende stand ein 1:0 zu Buche.

Coesfeld Rück

Schon in Minute zwei stellte der Heidener Youngster Tobias Baumeister die Weichen auf Sieg. Mit einem unwiderstehlichen Spurt über die linke Seite entkam er seinem Gegenspieler und netzte zur überraschend frühen Führung ein.

Mit Druck und Elan setzte der Gast seinen Sturmlauf fort. Die Hausherren schienen beeindruckt, ließen ihren Gegenspielern im Mittelfeld viel Spielraum und kamen nur ganz selten vor das Gästegehäuse. Leon Harke und Fabian Baumeister in Heidens Innenverteidigung hatten nur wenig Mühe, den Ball vom Kasten fernzuhalten. Die erste große Möglichkeit zum Führungsausbau hatte Bernd Oenning, doch sein Schuss aus völlig freier Position nach einer präzisen Hereingabe vom eifrigen Benedikt Hussmann auf der rechten Seite ging in den blauen Himmel (21.). Auf der Gegenseite war Heidens Torhüter Tobias Terlau auf der Hut, als er im letzten Moment Coesfelds Alexander Temelkov das Leder vom Fuß nahm (25.). Unglücksrabe Bernd Oenning raufte sich die Haare als nach einer Flanke von Michael Elsing sein Kopfball an den Pfosten klatschte (31.). Nach schlimmer kam es, als er einen Strafstoß nicht verwandeln konnte, nachdem Andre Dumpe nach 39 Minuten Benedikt Hussmann im Strafraum zu Fall gebracht hatte.

Im zweiten Durchgang hatte zunächst der Gastgeber mehr Dampf im Kessel. Er intensivierte seine Angriffsbemühungen, spielte aber häufig zu unkonzentriert, so dass Torchancen Mangelware blieben. Diese hielten sich auch bei Heiden in Grenzen – trotz der Einwechslung von Torgarantie Markus Seyer, der für den angeschlagenen Ferdi Möllmann auflief (46.). Zu leichtfertig wurde das Leder hergegeben, zu wenig Druck wurde ausgeübt. „Mit den drei Punkten bin ich zufrieden, am Spiel meiner Mannschaft vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit habe ich doch einiges auszusetzen“, kritisierte Heidens Coach Thomas Benning sein Team nach dem Zittersieg beim Schlusslicht.

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Lehrstunde in Herbern

Und deshalb fand sich so mancher Akteur auf Positionen wieder, die er bisher nur vom Hörensagen kannte. Wie ein Michael Elsing, der als linker Verteidiger startete. Und apropos Defensive: In der musste Benning die komplette Innenverteidigung neu bestücken – mit Fabian Baumeister und Christoph Drolshagen für Alexander Robers (krank) und Leon Harke (gesperrt). Und auf der Viktoria-Bank war’s nix mit eng aneinander kuscheln bei der eisigen Kälte. Mit Markus Seyer, Tim Gollenia und Jan Möllmann hatten nur drei Feld-Akteure darauf Platz genommen.

Immerhin: Bis zu 38. Minute stand hinten bei den Heidenern die Null, weil sie den Gegner gut anliefen und kaum in Tornähe kommen ließen. Dann aber brach das Unheil über sie herein. Nach einer Ecke von Thomas Eroglu übersah die Viktoria Fabian Vogt, der am langen Pfosten postiert ungehindert zur Gäste-Führung einschieben konnte (38.). Und noch vor der Pause erhöhte Eroglu von der Strafraumgrenze zum 2:0 (44.). Als die Seiten gewechselt wurden, war Timo Gremme schon nicht mehr dabei. Er hatte nach einem Pferdekuss einen dicken Oberschenkel.

Nach dem Wechsel führte die Partie nahezu komplett durch die Einbahnstraße. Sebastian Schulte hatte drei dicke Chancen (51./55./61.), scheiterte aber jeweils am wackeren Viktoria-Schlussmann Tobias Terlau. Der war bei den Gegentreffern drei und vier durch Julian Trapp aus der Distanz (66.) und Tim Bröer aus spitzem Winkel (80.) machtlos.

Und die Viktoria? Erst in der letzten Aktion der Begegnung kam sie zu ihrem ersten Torabschluss. Benedikt Hussmann aber hatte mit seinem Distanzschuss den beschäftigungslosen Herberner Keeper Sven Freitag nicht wirklich vor ein Problem gestellt.

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Drei Punkte in Burgsteinfurt

Burgsteinfurt_RückSo fiel der erste Treffer nach einem direkt verwandelten Eckball durch Malte Gremme. Der beförderte das Leder über Keeper Nicholas Beermann hinweg ins Netz (45.+2). Dieser Treffer, direkt vor dem Halbzeitpfiff, wirkte ungemein positiv, denn hoch motiviert kamen die Gäste aus der Kabine und legten sofort Treffer Nummer zwei nach (47.).

Alexander Robers profitierte dabei von einem fatalen Fehler Beermanns, der nach einem Eckball die Flugbahn des Leders unterschätzte. Das schien die Hausherren zu lähmen. Nach einem schönen Lauf passte Ferdi Möllmann auf Benedikt Hussmann in die Mitte.

Der aber verpasste den Ball und erlaubte somit Timo Gremme am langen Pfosten das 3:0 (50.). „Fußballerisch war das heute kein Zuckerschlecken“, so Benning, „aber so sind die Spiele im Abstiegskampf nun einmal.“ Das 1:3 erzielte Helio Faria da Silva (78.) mit einem direkt verwandelten Eckball. Pech für Leon Harke, der wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte sah (89.).

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Uwe Heller übernimmt die „Zwote“

Der Vertrag mit Thomas Benning als Verantwortlicher für die erste Mannschaft ist bekanntlich schon längst in trockenen Tüchern. Und jetzt meldet die Heidener Viktoria auch in Sachen Zweitgarnitur Vollzug. Als Nachfolger von Carsten Lorenz (er hört aus privaten Gründen auf) wird Uwe Heller in der kommenden Saison 208/19 das Traineramt beim Fußball-B-Kreisligisten bekleiden. Heller war auch schon als Coach der Landesligisten SG Borken und Viktoria Heiden aktiv und betreut derzeit die A-Jugendlichen der Viktoria.

Auch am Kader für die kommende Spielzeit wird in Heiden weiter gebastelt. So wechselt im Sommer David Rehms in die Düwelsteen-Gemeinde. Der Defensiv-Allrounder steht aktuell noch in den Diensten des Niederrhein-Landesligisten VfL Rhede.

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Durchaus erfolgreiches Wochenende für die Senioren!

Viktoria Heiden I – TuS Altenberge – 3:2 (2:1) Für den Coach war es im vierten Spiel sein erster dreifacher Punktgewinn mit seinem neuen Klub. Matchwinner war Viktoria-Offensivkraft Bernd Oenning, der seine Saisontreffer vier und fünf erzielte. Bemerkenswert aber war die Leistung der gesamten Gastgeber-Elf, die von Beginn so engagiert und bissig zu Werke ging, … mehr …

Punktgewinn beim Werner SC

Schon nach drei Minuten lag Heiden mit 0:1 zurück. Ein langer Einwurf, mit dem die Gäste nicht gerechnet hatten, landete bei Wernes Dennis Klossek. Und der schlug zum Entsetzen der Benning-Elf per Kopf zu (3.) „Wieder so ein frühes Tor, genauso wie in der vergangenen Woche gegen die SG Borken“, konstatierte der Viktoria-Coach. Auch dem … mehr …

Gute Ansätze aber nichts zählbares im Heimspiel gegen die SG aus Borken

Der erste Derby-Durchgang in der Landesliga ist abgeschlossen. Und die Bilanz lässt vermuten, dass Westfalia Gemen, Viktoria Heiden und die SG Borken sehr an einem Wiedersehen in der nächsten Saison interessiert sind. Denn jeder durfte nach den direkten Begegnungen je einmal als Sieger das Feld verlassen. Und deutlich über 1000 Zuschauer in diesen drei Begegnungen beweisen auch die Lust den Anhangs auf weitere „Duelle der kurzen Wege“.

 

Die aktuell brenzlige Situation der Gemener und Heidener Kicker aber könnte im Hinblick auf die nächste Saison einen Strich durch die Rechnung machen. Denn beide haben derzeit weniger Punkte (12) als gespielte Partien (13). Und das reicht letztlich nur in ganz seltenen Fällen zum Klassenerhalt. Lange Gesichter bei der Westfalia: Der zuvor punktgleiche Aufsteiger Werne bediente sich spät aber reichhaltig an der Jugendburg – beim 2:0. Autsch! Und die Frage: Wann krempelt die Westfalia endlich die inneren Werte nach außen? Betretene Mienen in Heiden: 1:4 im Derby gegen die SG. Die Viktoria rangiert auf einem Abstiegsplatz, weil sie mit nur 13 erzielten Toren und 33 Gegentreffern gleich zwei Minusrekorde in dieser Spielklasse hält. Auweia! Und die Frage: Wie schnell kann Neu-Trainer Thomas Benning den Patienten von der Intensivstation holen? Nur zwei Trainingseinheiten hatte er zuvor bei seinem neuen Klub geleitet, viele Gespräche mit Akteuren geführt. Ein kleines Wunder durfte man vom Ex-Hoxfelder also nach der emotionalen Trennung des Klubs vom alten Erfolgs-Coach Harald Katemann also nicht verlangen. Aber auch Benning weiß: Es müssen dringend Punkte her, damit man bei der Viktoria nicht erneut auf ein Wunder hoffen muss.

Quietschfidel dagegen die SG Borken. Eine Woche nach dem Frust-1:3 gegen Gemen machte der kecke Aufsteiger mit dem sechsten Saisonsieg große Lust auf das Heimduell gegen Spitzenreiter Borussia Emsdetten am kommenden Sonntag. „21 Punkte – das ist super“, zieht SG-Coach Ralf Bugla eine durchaus beruhigende Zwischenbilanz für den Tabellensechsten, der sich damit schon massig Winterspeck zugelegt hat.

Währenddessen müssen sich die beiden Bezirksligisten RC Borken-Hoxfeld und Adler Weseke warm anziehen. Beide waren am Sonntag 1:4-Verlierer. Nur sechs Punkte aus 13 Partien – die Hoxfelder haben den Anschluss verloren. Schon jetzt steht fest: Am Pröbstingsee muss man bei den Planungen im Winter für die neue Spielzeit einen Plan B anfertigen. Und auch die Adler ziehen unsicher ihre Kreise. Platz zehn täuscht. Der Abgrund ist nur drei Zähler entfernt.

In den heimischen Frauenfußball-Ligen dominieren aktuell die Farben schwarz und gelb. Während die zweite Mannschaft vom FC Marbeck bereits seit Wochen die Tabelle der A-Kreisliga anführt, hat am Sonntagnachmittag nun auch die Marbecker Erstgarnitur den Thron in der Bezirksliga erklommen.

 

Viktoria Heiden – SG Borken1:4 (0:2)

Tore: 0:1 Müller (3.), 0:2 B. Bone (15.), 1:2 T. Gremme (48.), 1:3 Ebbing (64.), 1:4 N. Bellen (79.)

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frühes Tor half den Gästen aus der Kreisstadt

Buglas Trainerkollege auf Seiten der Gastgeber stand zum ersten Mal in der Verantwortung. Zähneknirschend nahm Thomas Benning die neunte Niederlage der Viktoria zur Kenntnis. Er hatte aber auch Anknüpfungspunkte für seine weitere Arbeit entdeckt: „Nach der Pause hat man zumindest vorübergehend gesehen, was für ein Leben in dieser Mannschaft steckt.“ Dumm gelaufen war es für … mehr …